Detektorröhren (Audion) 2
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Interessante Information: 1921 Morecroft - Principles of radio communication S397 bis 400
Übersetzt, umformatiert und Hervorhebungen: Edi
S. 397
Die normale Variation zwischen Anodenstrom und Gitterspannung in einer Dreielektrodenröhre führt zu glatten Kurven. Bei Vorhandensein von Gas können jedoch abnormale Verläufe auftreten.
S. 398
Abb. 25 zeigt einen solchen Effekt. Für jede der verwendeten Anodenspannungen tritt ein „Buckel“ in der Anodenstromkurve auf.
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Abb. 25A. – Darstellung des Effekts einer geringen Gasmenge auf die Erzeugung eines deutlich ausgeprägten „Buckels“ in der Anodenstromkurve.
Die Position dieses Buckels verschiebt sich bei den verschiedenen im Test verwendeten Anodenspannungen zu unterschiedlichen Gitterspannungen.
S. 399
Abb. 25.4 zeigt ein deutlicheres Beispiel für diese Besonderheit.
Die Kurve zeigt eine gut gepumpte moderne Röhre mit Wolframwendel; sie ist zweifellos auf das Vorhandensein von Quecksilberdampf in der Röhre zurückzuführen. Wird zur Evakuierung eine Quecksilberdampfpumpe verwendet, verbleibt ein Teil des Quecksilberdampfes in der Röhre, sofern keine geeignete Gefrierfalle verwendet wird.
Wird eine Röhre mit diesem Effekt als Detektor für Radiosignale verwendet, ist sie bemerkenswert empfindlich, wenn sie mit einem geeigneten Potentiometer auf das richtige Gitterpotential eingestellt wird. *
* Es ist zu beachten, dass bei sehr hochfrequenten Potentialschwankungen des Gitters der Anodenstrom wahrscheinlich nicht in der Weise variiert, wie es die Kurve aus einem Gleichstromtest, wie in Abb. 25.4, zeigt.
Ist eine Röhre vollständig von Gas befreit, kehrt sich der Strom zum Gitter nicht um, wenn das Gitterpotential negativ wird. Selbst in einer sehr gut gepumpten Röhre fließt jedoch ein geringer Rückstrom zum Gitter, wenn das Gitter negativ ist, verursacht durch die positiven Ionen des Gases in der Röhre. Dieser Gitterstrom verringert sich, wenn das vorhandene Gas durch den Elektronenfluss zur Anode ionisiert wird, und ist Null, wenn der Elektronenfluss Null ist. Je höher der Anodenstrom, desto stärker ist das Gas ionisiert und desto größer ist der Gitterstrom.
Der Effekt ist in Abb. 26 dargestellt, die den Gitterstrom in einer gut gepumpten Wolframröhre zeigt.
Abb. 26. – Selbst in Hochvakuumröhren fließt der Gitterstrom bei negativem Potential zurück. Diese Kurven gelten für ein Pliotron vom Typ P mit hohem Evakuierungsgrad.
Man erkennt, dass bei einer Anodenspannung von 100 V der umgekehrte Gitterstrom deutlich geringer ist als bei einer Anodenspannung von 200 V; dies liegt daran, dass der geringere Anodenstrom bei niedrigerer Anodenspannung eine weniger intensive Ionisierung des vorhandenen Gases bewirkt.
S. 400
Bei Erhöhung des Gitterpotentials (in negativer Richtung) nahm der Gitterstrom ab, anstatt wie erwartet zu steigen. Dies ist auf die Abnahme des Anodenstroms bei niedrigeren Gitterpotentialen zurückzuführen.
Eine Röhre mit viel Gas kann als Detektor extrem empfindlich gemacht werden, wenn sie mit einer Anoden- oder Gitterspannung justiert wird, die nahezu ausreicht, um eine Ionisierung zu erzeugen. Der leichte Anstieg des Gitterpotentials durch das eingehende Signal kann dann eine Ionisierung mit einem daraus resultierenden starken Anstieg des Anodenstroms verursachen. Solche Röhren sind jedoch nicht zuverlässig genug, um von großer praktischer Bedeutung zu sein; die moderne Hochvakuumröhre kann, wenn sie ordnungsgemäß in Kaskade mit den anderen geschaltet wird, die gleiche Verstärkung erzeugen und gleichzeitig die erforderliche Funktionssicherheit aufweisen.
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