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Special 2025 - Die Autoren von Literatur der historischen Rundfunktechnik

Ich möchte an die Autoren erinnern, die einst die Rundfunktechnik begründeten, Fachbücher schrieben, oder interessante Artikel in Fachliteratur schrieben, sowie, wenn möglich, ein Gesicht geben, dazu habe ich eine Zeit recherchiert.
Einige Fotos fand nicht mal Googles "Künstliche Intelligenz" ! (Stand Dez. 2025, es kommen natürlich immer mehr Informationen in die Archive)

Viele kennen die Pioniere der Forschung, der Industrieproduktion, der Militärtechnik, der Autotechnik, der Flugzeugtechnik.
Einige Pioniere der Funk- und Rundfunktechnik sind aber nur sehr wenigen Menschen bekannt.
Kappelmeyer, Riepka, Treyse, kaum jemand,
kennt noch die Namen. selbst Techniker oder Freunde der Radiotechnik kennen sie heute nicht mehr.

Der hervorragende Prof. Eugen Nesper, ich kenne viele seiner Werke, er war Autor und Mitverleger sehr vieler Artikel, Zeitschriften und Bücher, wurde nach dem Krieg noch durch Aufrufe in Fachzeitschriften unterstützt, aber er starb vergessen 1961 in Berlin.

Nicht zu vergessen auch die Autoren von Büchern, die an die Rundfunktechnik heranführten, etwa Autoren von Kinderbüchern, Bastelbüchern oder Technik- zugewandten Büchern, wie Eduard Rhein, Hagen Jakubaschk oder Martin Selber.

Für die Ägypter der Pharaonen- Zeit war die Unsterblichkeit erreicht, wenn die Namen der Verstorbenen etliche Jahrtausende später wieder ausgesprochen werden, wofür u. a. die Forscher sorgten.
So möchte ich nun hier die vergessenen Namen wieder nennen, und ihnen ein Gesicht geben, eine Kurzbeschreibung (Ausschnitte aus Wikipedia und meinen Recherchen) habe ich dazugeschrieben, alles, soweit Daten recherchierbar waren.

Autoren und Pioniere der Rundfunktechnik, in alphabetischer Reihenfolge.
Für Lebensläufe und Bilder auf den Namen klicken. 

Es gibt ganz sicher Tausende weitere Autoren- ich liste hier die Namen MIR bekannter Autoren, deren Artikel oder Bücher ich bei Recherchen zu meinen Projekten fand und nutzte, oder die mich schon seit meiner Kindheit beeinflußten- die Bemerkunge dazu habe ich farblich abgehoben.

Alexanderson, Ernst Frederik Werner
Ardenne, Manfred von
Armstrong, Edwin Howard
Barkhausen, Heinrich Georg
Bergtold, Fritz
Cockaday, Lawrence Marsham
De Forest, Lee
Diefenbach, Werner W.
Esau, Abraham, Prof.
Fleming, John Ambrose
Fuchs, Franz
Grimes, David
Hazeltine, Louis Alan
Jakubaschk, Hagen
Kappelmeyer, Otto
Limann, Otto
Marconi, Guglielmo
Meißner, Alexander
Möller, C.
Möller, Hans Georg
Möller, Walter
Möller, Werner W.
Nesper, Eugen
Pickard, Greenleaf Whittier
Pitsch, Helmut
Ratheiser, Ludwig
Reinartz, John L.
Rhein, Eduard
Riepka, Hellmuth C
Scott- Taggart, John
Schubert, Karl-Heinz
Selber, Martin
Slaby, Adolf
Springstein, Karl August
Sutaner, Hans
Treyse, Karl
Vilbig, Fritz
Wigand, Rolf

Lebensläufe und Bilder
Alle Bilder können durch Klick aufs Bild/ Rechtsklick/ Kontextmenü: "Grafik in neuem Tab öffnen" vergrößert werden.

Alexanderson, Ernst Frederik Werner 

Ernst Fredrik Werner Alexanderson (* 25. Januar 1878 in Uppsala; † 14. Mai 1975 in Schenectady, New York) war ein schwedisch-amerikanischer Elektroingenieur und Erfinder.[1] Durch Weiterentwicklung der ersten Maschinensender bei General Electric (GE) zum nach ihm benannten „Alexanderson-Alternator“, brachte er die Funktechnik entscheidend voran und ermöglichte Reginald Fessenden im Jahr 1906 die Ausstrahlung der ersten Hörfunksendung.

Ardenne, Manfred von

Manfred Baron von Ardenne geb.  20. Januar 1907 in Hamburg; † 26. Mai 1997 in Dresden-Weißer Hirsch, war ein deutscher Naturwissenschaftler und Techniker.  Er war als Forscher vor allem in der Angewandten Physik tätig und ist Urheber von rund 600 Erfindungen und Patenten in der Funk- und Fernsehtechnik, Elektronenmikroskopie, Kern-, Plasma- und Medizintechnik.

Armstrong, Edwin Howard

Edwin Howard Armstrong (* 18. Dezember 1890 in New York City; † 1. Februar 1954 in New York City) war ein US-amerikanischer Elektroingenieur und Erfinder. Er entwickelte und erfand Geräte und Verfahren für die Funktechnik. Einige davon, wie der Superheterodynempfänger und die Frequenzmodulation, sind heutzutage (2011) alltäglich.
Armstrong hielt zeitlebens 42 Patente. Seine drei wichtigsten technologischen Durchbrüche sind:
Regenerativschaltung (1912): Ein Verfahren zur Verstärkung schwacher Funksignale mittels Rückkopplung, das Radios erstmals laut genug für Lautsprecher machte und auch als Sender fungieren konnte.
Superheterodynempfänger (1918): Während seines Dienstes als Major im Ersten Weltkrieg erfunden, ermöglicht dieser Schaltkreis eine extrem hohe Trennschärfe und Empfindlichkeit. Er ist bis heute das Standardprinzip für fast alle Radio- und Fernsehempfänger.
Frequenzmodulation (FM) (1933): Seine bekannteste Leistung war die Entwicklung des Breitband-FM-Radios, das im Gegensatz zum AM-Verfahren (Amplitudenmodulation) hohe Klangqualität ermöglicht.

Barkhausen, Heinrich Georg

Heinrich Georg Barkhausen (* 2. Dezember 1881 in Bremen; † 20. Februar 1956 in Dresden) war ein deutscher Physiker. Nach ihm sind in der Physik und Technik unter anderem der magnetische Barkhausen-Effekt, die Barkhausenschaltung, die Barkhausen-Kurz-Schwingung, die Barkhausensche Röhrenformel und das Stabilitätskriterium von Barkhausen benannt.

Bergtold, Fritz

F. Bergtold (
1908 - 1987) führte den Titel eines Doktoringenieurs (Dr.-Ing.) und wurde in Fachpublikationen (z. B. Funkschau) oft als Dozent oder Professor bezeichnet. Seine publizistische Tätigkeit begann  in den 1930er Jahren und reichte bis in die 1970er Jahre. Eines seiner späteren Werke, „Umgang mit Operationsverstärkern“, erschien 1973 im Oldenbourg Verlag.  Er war über Jahrzehnte als Lehrer an einer führenden Ingenieurschule tätig. Aufgrund seiner Verlagsverbindungen (Franzis, Oldenbourg) und Erwähnungen in Archiven lag sein Wirkungskreis primär im Raum München. Obwohl er einer der einflussreichsten Fachbuchautoren für die frühe Radio- und Fernsehtechnik in Deutschland war, blieb seine private Biografie in der Fachliteratur weitgehend im Hintergrund. Er wird heute vor allem über sein umfangreiches antiquarisch erhältliches Werk wahrgenommen.

Cockaday, Lawrence Marsham

Lawrence Marsham Cockaday (1894–1986) war ein US-amerikanischer Radio-Pionier, Autor und Erfinder, der maßgeblich zur Entwicklung und Popularisierung der frühen Funktechnik beitrug.  Er wurde vor allem durch die Erfindung des "Four Circuit Cockaday-Tuners" (einem speziellen Geradeaus-Empfänger) in den 1920er Jahren bekannt, der für seine hohe Selektivität und Klangqualität geschätzt wurde. Er war ein produktiver Autor und technischer Redakteur, fungierte als technischer Editor für Magazine wie Popular Radio und schrieb zahlreiche Fachbücher, darunter "Radio Telephony for Everyone" (1922). Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Offizier in der U.S. Navy und war dort im Bereich der Radartechnik und Kommunikation tätig.

De Forest, Lee

Lee de Forest (* 26. August 1873 in Council Bluffs, Iowa; † 30. Juni 1961 in Hollywood, Kalifornien; eigentlich Lee DeForest) war ein US-amerikanischer Erfinder. Es wurden über 300 Patente auf seinen Namen ausgestellt. De Forest erfand die gasgefüllte Audion-Röhre, den Vorläufer der Hochvakuum-Triode, eine 3-Elektroden-Röhre, mit der schwache elektrische Signale (Spannungen) verstärkt werden konnten und meldete sie am 25. Oktober 1906 zum Patent an. Er wird als einer der Väter des Elektronikzeitalters bezeichnet, da das Audion wesentlich zur Verbreitung elektronischer Geräte beitrug.

Diefenbach, Werner W.

Werner W. Diefenbach (1911–1974) war ein einflussreicher deutscher Fachautor und Journalist, der sich auf die Gebiete der Hochfrequenztechnik, Radiotechnik und Elektronik spezialisiert hatte. Er wurde 1911 in Darmstadt geboren. Nach seinem Abitur studierte er Rechts- und Zeitungswissenschaften sowie Hochfrequenztechnik in Frankfurt am Main und Berlin. Diefenbach war seit 1928 im Amateurfunk aktiv und entwickelte in seinem eigenen Labor zahlreiche Empfänger und Sender. Er arbeitete als Redakteur, Chefkorrespondent und Fachschriftsteller im Bereich Radio und Fernsehen.

Esau, Abraham, Prof.

Prof. Dr. Abraham Esau (1884–1955) war ein bedeutender deutscher Physiker, der vor allem als Pionier der Ultrakurzwellentechnik bekannt wurde.
Er war Professor für Physik an der Universität Jena (ab 1925), Rektor der Universität Jena (1932–1935, 1937–1939) sowie Professor an der TU Berlin (1939–1945). Seine Forschung konzentrierte sich auf Kurzwellen, Ultrakurzwellentechnik und deren medizinische Anwendung (Kurzwellentherapie).Nach 1949 wirkte er als Honorarprofessor an der RWTH Aachen und leitete das Institut für Hochfrequenztechnik in Mülheim an der Ruhr.
Esau nahm während der NS-Zeit einflussreiche Positionen in der deutschen Forschungslandschaft ein. Er war Spartenleiter für Physik und von 1942 bis 1943 Bevollmächtigter für Kernphysik.Er leitete die erste Phase des deutschen "Uranprojekts" zur Erforschung der Kernspaltung.E. wurde vor der Wiedereröffnung der Akademie der Wissenschaften 1945 aus der Mitgliedschaftsliste gestrichen.

Fleming, John Ambrose

SirJohn Ambrose Fleming (1849–1945) war ein wegweisender britischer Elektroingenieur und Physiker, der oft als „Vater der modernen Elektronik“ bezeichnet wird.
Vakuumdiode (1904): Fleming erfand die erste thermoionische Röhre (Vakuumdiode), die er als „Oscillation Valve“ (Schwingungsventil) patentierte. Dieses Bauteil konnte Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln und ermöglichte die Detektion von Radiowellen, was den Grundstein für das Zeitalter der Elektronik legte.
Rechte-Hand-Regel: Als engagierter Hochschullehrer entwickelte er die Rechte-Hand-Regel, um Studenten die Richtungsbeziehungen zwischen Strom, Magnetfeld und Kraft in elektrischen Maschinen zu veranschaulichen.
Er war wissenschaftlicher Berater der Marconi Company und entwarf den Sender für die erste transatlantische Funkübertragung im Jahr 1901.
Er bekleidete ab 1885 den ersten Lehrstuhl für Elektrotechnik am University College London (UCL) und lehrte dort über 40 Jahre lang. Für seine Verdienste um Wissenschaft und Industrie wurde er 1929 zum Ritter geschlagen.
Er erhielt zahlreiche Preise, darunter die Hughes-Medaille (1910) und die Faraday-Medaille (1928)

Fuchs, Franz (kein Foto)
Franz Fuchs (1881–1971) war ein einflussreicher deutscher Physiker und Museologe, der sich besonders um die Popularisierung der Funken-Telegraphie und Funktechnik verdient gemacht hat.Sein bekanntestes Werk ist der „Grundriß der Funken-Telegraphie in gemeinverständlicher Darstellung“. Es erschien erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde über Jahrzehnte in zahlreichen Auflagen (bis hin zur 19. Auflage 1929 und modernen Reprints) aktualisiert. Das Buch gilt als wegweisend für die verständliche Vermittlung komplexer physikalischer Vorgänge der frühen Funktechnik.
Fuchs war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum in München maßgeblich am Aufbau der Abteilungen für technische Akustik und Funktechnik beteiligt. Er kuratierte Ausstellungen, die die Entwicklung von der einfachen Telegraphie bis hin zum modernen Fernsehen zeigten.Neben der Telegraphie verfasste er auch den „Grundriss der Funktechnik“ und Werke zum Thema Fernsehen, womit er die Brücke von der reinen Signalübertragung zur modernen Unterhaltungselektronik schlug. Sein Wirken trug entscheidend dazu bei, dass die Technik der drahtlosen Telegraphie nicht nur Fachkreisen vorbehalten blieb, sondern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Grimes, David

David Grimes, 28. Mai 1896 in Edina, Hennepin County, Minnesota, USA - 4 Sept 1943 in Irland. Erfinder, früher Radiopionier, Geschäftsinhaber, Veteran des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Er trat im Ersten Weltkrieg in die Armee ein und diente als Funkchef auf Kelly Field in Texas. Gegen Kriegsende wurde er der britischen Luftwaffe als Fernmeldeoffizier zugeteilt. Zurück in den USA schloss, er sein Studium der Elektrotechnik an der University of Minnesota ab. 1922 gründete er die Grimes Engineering Co. und entwickelte die berühmte „Grimes Inverse Duplex“-Schaltung, später den "Octamonic"- Empfänger. Seine Radiofirma produzierte bis 1928 eine Reihe von Radioempfängern. 1930 arbeitete er für RCA und dann 1934 für die Philco Co. 1943 arbeitete er als Vizepräsident von Philco als Zivilingenieur für das Militär in der Nähe von Londonderry, Irland. Er befand sich mit sechs anderen Radarexperten auf einer geheimen Militärmission, als er ums Leben kam.

Hazeltine, Louis Alan

Louis Alan Hazeltine (1886–1964), ein bedeutender amerikanischen Ingenieur und Physiker, Erfinder des Neutrodyne-Kreises und Gründer der Hazeltine Corporation, eines wichtigen Elektronikunternehmens für die Rüstungsindustrie, das später Teil von Emerson Electric wurde und heute zu BAE Systems Inc. gehört.
Hauptsächlich bekannt für die Neutrodyne-Schaltung, welche frühe Radios stabiler machte, sowie den Hazeltine-"Fremodyne" Superregenerativ-Schaltkreis.
Er gründete die Hazeltine Corporation (1924-1986).
Seine Arbeit war entscheidend für die Entwicklung der Radiotechnik und später der Radar- und Flugzeugelektronik.

Jakubaschk, Hagen

Hagen Jakubaschk
(1934–2005) erlernte den Beruf eines Rundfunkmechanikers und widmete sich dem Gebiet der Elektronik und Nachrichtentechnik. Er hat die Amateur-Elektronik-Szene in der DDR von den 1960er bis in die 1980er Jahre geprägt. Von 1959 bis 1990 veröffentlichte Hagen Jakubaschk 12 Bücher, mehr als 30 Broschüren und zahllose Artikel in verschiedenen Journalen. Er schrieb unter anderem für die Zeitschriften Funkamateur, Jugend und Technik und Radio Fernsehen Elektronik. Seine Bücher besaßen zum Teil Lehrbuchcharakter, zeichneten sich zum anderen aber auch durch unkonventionelle Ideen und Schaltungen aus. Er schrieb für Kinder, die gerade mit der Elektronikbastelei begannen, aber auch für fortgeschrittene Amateure. Mit bis zu 6 Auflagen erreichten seine Bücher ein breites Publikum vorrangig in der DDR. Hagen Jakubaschk lebte und arbeitete lange Zeit in Nahmitz in Brandenburg. Er siedelte noch vor dem Fall der Mauer in die BRD über. Anschließend testete er für Westfalia sowie Conrad Electronic Elektronikteile und -bausätze. Seine beiden letzten Bücher erschienen im Heise- (Elektro-Baubuch) bzw. Franzis-Verlag (Elektronische Codeschlösser und Alarmanlagen).
Auch ich war schon sehr früh ein begeisterter Leser seiner Artikel und Bücher, sowie Bastlöer, der versuchte, die Schaltungen nachzubauen.

Kappelmeyer, Otto

Otto Kappelmeyer (1894–1971) war ein deutscher Ingenieur, Autor und Verleger, der insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Bereich der Funk- und Radiotechnik tätig war. Hier sind die wichtigsten Fakten zu seiner Person: Fachautor und Ingenieur: Kappelmeyer war ein bekannter Experte für Antennentechnik und Rundfunkempfang. Er verfasste zusammen mit Hans-Günter Engel das Standardwerk „Die besten Antennen“, das erstmals 1937 in der „Deutschen Radio-Bücherei“ (Band 77) erschien und über Jahrzehnte hinweg mehrfach neu aufgelegt wurde. Unternehmer: Er betrieb in den 1920er Jahren das Laboratorium Kappelmayer in Berlin-Dahlem (LKB). Zudem war er Inhaber des Verlags „Radio-Händler“ in Berlin. Entwicklungen: Er befasste sich intensiv mit der Entwicklung von Empfängern für den stromlosen Haushalt und arbeitete mit verschiedenen Institutionen an der Optimierung von Batterieempfängern.

Limann, Otto

Otto Limann (1910-2001) war ein Fachautor für Elektronik und Funktechnik im 20. Jahrhundert. Werke: Er verfasste zahlreiche technische Standardwerke wie „Elektronik ohne Ballast“, „Funktechnik ohne Ballast“ und „Fernsehtechnik ohne Ballast“. Stil: Seine Bücher zeichneten sich durch eine leicht verständliche Einführung in die Schaltungstechnik aus, die ohne komplizierte mathematische Formeln auskam
Der "Bandfilter-Zweikreiser" nach Otto Limann gilt als eine der populärsten Radioschaltungen für den Selbstbau im Deutschland der Nachkriegszeit.


Marconi, Guglielmo

Guglielmo Marconi (1874–1937) war ein italienischer Erfinder und Elektroingenieur, der als Pionier der drahtlosen Telegrafie und „Vater des Radios“ gilt. Für seine Beiträge zur Entwicklung der Funktechnik erhielt er 1909 gemeinsam mit Ferdinand Braun den Nobelpreis für Physik. Erste Funkversuche (1895): Auf dem Landgut seiner Eltern bei Bologna gelangen ihm die ersten drahtlosen Signalübertragungen über eine Distanz von etwa 1,5 bis 2,5 Kilometern.
Patentierung (1896): In England meldete er das weltweit erste Patent für ein System der drahtlosen Telegrafie an.
Transatlantik-Übertragung (1901): Marconi überbrückte erstmals den Atlantik mit einem Funksignal zwischen Cornwall (England) und Neufundland (Kanada), was die Annahme widerlegte, die Erdkrümmung verhindere solche Reichweiten. Praktische Anwendung: Seine Technologie revolutionierte die Seefahrt. Die von seiner Firma, der Marconi Company, betriebenen Funkgeräte ermöglichten 1912 die Rettung zahlreicher Überlebender der Titanic.
Frequenzabstimmung (1900): Mit dem Patent Nr. 7777 entwickelte er eine Schaltung zur Auswahl spezifischer Frequenzen, wodurch Störungen zwischen verschiedenen Sendern
reduziert wurden.
Obwohl Marconi die Technologie erfolgreich kommerzialisierte, waren seine Patente Gegenstand langjähriger Rechtsstreitigkeiten

Meißner, Alexander

Alexander Meißner (14. September 1883 in Wien. Gestorben: 3. Januar 1958 in Berlin) war ein österreichisch-deutscher Physiker und Hochfrequenztechniker, Pionier der Rundfunktechnik, der 1913 die nach ihm benannte Rückkopplungsschaltung (Meißner-Schaltung) zur Erzeugung ungedämpfter elektromagnetischer Schwingungen entwickelte, die die Grundlage für den Rundfunk legte, und an der Funknavigation arbeitete, beispielsweise mit einem Drehfunkfeuer für Zeppeline.
Er gilt als wichtiger Wegbereiter für die drahtlose Nachrichtenübertragung. Wichtige Beiträge und Meißner-Schaltung (1913): Durch die Einführung der Rückkopplung bei Elektronenröhren gelang ihm die Erzeugung kontinuierlicher, ungedämpfter Hochfrequenzschwingungen, was für die Entwicklung von Sendern entscheidend war. 
Seine Arbeit bildete einen Grundstein für die Radiotechnik und den Empfang von Radiosignalen (Überlagerungsempfang).
Er konstruierte ein Drehfunkfeuer für die Navigation von Luftschiffen, wie Zeppelinen. Hintergrund: Er war Professor in Berlin und arbeitete an elektromagnetischen Wellen und deren Anwendungen. Zusammenfassend war Alexander Meißner eine Schlüsselfigur in der Frühzeit der Funktechnik, dessen Erfindungen maßgeblich zur Entwicklung des Radios beitrugen

Möller, C.
(Kein Bild vorhanden)

Keine Angaben zum Vornamen und Lebensdaten ermittelbar.
In der radiotechnischen Fachliteratur, insbesondere in der Zeitschrift „Funk-Technik“, ist die Namensangabe C. Möller (teils auch mit dem Amateurfunk-Rufzeichen DL7CM) vor allem in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren als Autor technischer Beiträge zu finden. Hier sind konkrete Nachweise und Themengebiete: 1. Beiträge in der Zeitschrift „Funk-Technik“ (FT) In dieser Zeitschrift trat C. Möller regelmäßig mit fundierten Artikeln zu Schaltungstechnik und neuen Empfangstechnologien auf. Er verfasste Artikel wie „FM-Vorsetzer“, in denen er Schaltungen für FM-Demodulatoren für den Eigenbau beschrieb. Ein bekannter Beitrag von ihm ist „Schaltungstechnik der Abstimmanzeiger“ (erschienen in Funk-Technik Nr. 12/1953). Mess- und Regeltechnik: Er beschrieb technische Lösungen wie „Meßpotentiometer mit linearer Widerstandskurve“ (FT Nr. 02/1950). Sein Name taucht auch im „FT-Briefkasten“ auf, wo er technische Ratschläge zu Röhrendaten und Bestückungen gab. In der Retrospektive der Radiogeschichte wird C. Möller oft mit dem Funkamateur- Rufzeichen DL7CM in Verbindung gebracht. Er war maßgeblich daran beteiligt, das Wehrmachts-Funkgerät „Dorette“ (ein kleiner Tornister-Sender/Empfänger) für das 10m-Amateurband umzubauen. Sein entsprechender Artikel in der Funk-Technik löste in den 1950er Jahren die sogenannte „Dorettenrunde“ unter Funkamateuren aus. C. Möller wear in der Funk-Technik (Verlag für Radio-Foto-Kinotechnik, Berlin) sehr präsent. Weiterhin wird er in Fachforen wie dem Radiomuseum.org als Autor zitiert, der auch Trends wie den „Einheits-Fernsehempfänger“ kritisch begleitete.
C. Möller ist mir seit meiner Kinderzeit durch viele, auch für mich begreifbare Fachartikel in der "Funk- Technik", etwa zum Audion und Pendler, bekannt.

Möller, Hans Georg,

Hans Georg Möller (* 7. April 1882 in Altgeringswalde (Sachsen); † 22. August 1967 in Hamburg) war ein deutscher Technischer Physiker und lehrte an der Universität Hamburg. Möller legte 1901 an der Fürstenschule Grimma das Abitur ab und leistete Militärdienst. 1903 begann er in Göttingen Physik, Mathematik und Chemie zu studieren, u. a. bei David Hilbert. Als Assistent am physikalisch-chemischen Institut seit 1906 ging er mit Friedrich Dolezalek an die TH Berlin. 1908 promovierte er bei Walther Nernst. 1912 habilitierte er sich mit einer Arbeit über den Skineffekt. Seit 1914 diente er als Hauptmann und wurde 1915 zur Technischen Abteilung der Funkertruppe abkommandiert. Zusammen mit u. a. Heinrich Barkhausen vom Torpedo-Versuchskommando schuf er die Grundlagen der Theorie der Elektronenröhre. Er schuf auch die Theorie der Schwingkennlinie, die zur Aufklärung nichtlinearer Schwingungsprobleme beitrug. 1920 habilitierte er sich an der Universität Hamburg und wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Nach einem Ruf an die TH Braunschweig wurde er 1924 in Hamburg zum außerordentlichen Professor ernannt und 1925 Direktor des Instituts für angewandte Physik. 1934 wurde er persönlicher ordentlicher Professor; erst 1938 wurde ein planmäßiges Ordinariat eingerichtet. Er hatte eine enge Beziehung zur Firma Röntgenmüller (später Valvo). Die Forschungen dieser Zeit umfassten die Hochfrequenz-, Schwachstrom- und Röhrentechnik; in den 1930er Jahren untersuchte er u. a. Probleme der Magnetfeldröhren. Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte er sich vor allem mit der Funkmesstechnik. Möller war Mitglied der militärorientierten Deutschen Gesellschaft für Technische Physik e. V.
Seine Lehrbücher wie "Die physikalischen Grundlagen der Hochfrequenztechnik" und "Grundlagen und mathematische Hilfsmittel der Hochfrequenztechnik" wurden zu Standardwerken des Fachs. Er verfasste bedeutende Werke, wie "Die Elektronenröhren und ihre technischen Anwendungen".

Möller, Walter W.
(Kein Foto vorhanden)
Keine Lebensdaten ermittelbar.
Walter Möller war ein technisch versierter Fachschriftsteller, der in den 1930er und 1940er Jahren maßgebliche praxisorientierte Literatur zur damals aufstrebenden Elektronik und Messtechnik veröffentlichte. Publikationsschwerpunkte Sein Werk konzentrierte sich auf die anschauliche Vermittlung moderner physikalischer Bauelemente für Unterrichtszwecke und Laboranwendungen: Photozelle, Glimmlampe, Braunsche Röhre (1937/1941): Dieses im Jakob Schneider Verlag (Berlin) erschienene Werk gilt als sein bekanntestes. Es behandelt die praktische Anwendung dieser damals neuartigen Bauteile in Demonstrations- und Unterrichtsversuchen. Die Braunsche Röhre: Ein separates Handbuch, das in mehreren Auflagen (z. B. 4. verbesserte Auflage) erschien und sich detailliert mit der Funktionsweise und den Schaltungen der Kathodenstrahlröhre befasste. Funktechnische Demonstrationsexperimente: Möller verfasste zudem Schriften über Versuche mit speziellen Röhrentypen, wie etwa den Valvo-Röhren, um die Funktechnik begreifbar zu machen.

Möller, Werner
(Kein Foto vorhanden)
Keine Lebensdaten ermittelbar. Werner Möller war ein spezialisierter Fachautor für Radio- und Hochfrequenztechnik in der frühen Phase des Rundfunks (ca. 1920er und 1930er Jahre). Seine Werke zeichneten sich dadurch aus, dass sie komplexe physikalische Themen für Praktiker und Autodidakten aufbereiteten. Wichtige Veröffentlichungen Möller war in der Literaturlandschaft der Weimarer Republik sehr präsent: „Funktechnisches Arbeitsbuch“ (1930): Erschienen im renommierten Verlag B. G. Teubner. Es diente als didaktisches Werk für Übungen und Versuche zur Hochfrequenztechnik. „Wie baue ich mir selbst einen Radio-Empfangsapparat?“ (1924): Ein populärer Ratgeber während der frühen Radio-Begeisterung. „Theorie und Praxis des Rundfunkempfangs“ (1925): Ein Werk, das theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung verknüpfte.

Nesper, Eugen

Eugen Nesper (1879–1961) war ein bedeutender deutscher Ingenieur und Pionier der Funk- und Rundfunktechnik. Er prägte die Frühzeit des Radios in Deutschland maßgeblich durch seine technische Arbeit und seine Bemühungen, die Funktechnik der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Anfang der 1920er Jahre forderte Nesper eine „drahtlose Telefonie für alle“ und setzte sich für die Etablierung des öffentlichen Rundfunks ein. Er gründete 1923 den „Deutschen Radioclub“, die erste Vereinigung für Radio-Amateure in Deutschland.
Er war unter anderem bei der Firma C. Lorenz tätig, wo er 1917 das Werk in Wien aufbaute. Zuvor begleitete er ab 1909 die Erprobung von Sendetechnik in Eberswalde.
Nesper verfasste zahlreiche Standardwerke und Lehrbücher, die zur Ausbildung der ersten Generation von Funktechnikern und Amateuren beitrugen.
Seine Schriften sind heute wichtige Quellen zur Technikgeschichte: 
„Der Radio-Amateur (Broadcasting)“: Ein verbreitetes Lehr- und Hilfsbuch aus dem Jahr 1923.   „Ein Leben für den Funk“: Seine 1950 erschienene Autobiografie, in der er die Entstehung des Rundfunks beschreibt.
„Kompendium der Funktechnik“: Ein technisches Nachschlagewerk (1931).

In der Deutschen Biographie wird er als „funktechnischer Schriftsteller“ und maßgeblicher Vorkämpfer des deutschen Rundfunks geführt.
Die Artikel und Fachbücher von Eugen Nesper, die ich schon als Kind las, beeinflußten auch mein Wissen sehr.

Pickard, Greenleaf Whittier

Greenleaf Whittier Pickard (14. Februar 1877 – 8. Januar 1956) war ein US-amerikanischer Ingenieur und Pionier der frühen Funk- und Radiotechnik, der vor allem für die Erfindung eines Kristalldetektors bekannt ist. Dieses Bauteil war ein wesentlicher Bestandteil von frühen Radioempfängern (Kristallradios). Pickard entdeckte, dass der Kontakt zwischen einem feinen Metalldraht (oft als "cat's whisker" – Katzenhaar – bezeichnet) und der Oberfläche bestimmter kristalliner Materialien, insbesondere Silizium, Hochfrequenz-Wechselströme gleichrichten und demodulieren konnte. Er meldete am 30. August 1906 ein Patent für einen Silizium-Kristalldetektor an. Diese Punktkontakt-Gleichrichter waren die Vorläufer der 1948 erfundenen Transistoren.
Er experimentierte auch mit Antennen (darunter Schleifenantennen, für die er ebenfalls Patente erhielt), Funkwellenausbreitung und der Unterdrückung von Funkstörungen. Er erkannte, dass Gebäude und andere Objekte Radiowellen reflektieren können.
Pickard arbeitete unter anderem als Ingenieur bei der American Telephone and Telegraph Company (AT&T) (1902–1906) und als beratender Ingenieur für die Wireless Specialty Apparatus Company (1907–1930). Später war er Vorsitzender der Ingenieursfirma Pickard & Burns.
1926 wurde ihm die Medal of Honor des Institute of Radio Engineers (IRE) für seine Beiträge zu Kristalldetektoren, Spulenantennen, Wellenausbreitung und atmosphärischen Störungen verliehen.

Pitsch, Helmut (keine Daten ermittelbar, kein Foto vorhanden)
Beruflicher Hintergrund: Er war Diplom-Ingenieur und langjähriger Mitarbeiter der Firma Telefunken (Stuttgart). Seine Hauptwerke wurden zwischen 1940 und den frühen 1960er Jahren veröffentlicht. Das "Lehrbuch der Funkempfangstechnik" erschien erstmals um 1940 und erlebte zahlreiche überarbeitete Auflagen bis in die 1960er Jahre (z. B. 4. Auflage 1963/64).

Ratheiser, Ludwig

Geb. 1906- gest. 1995
Ludwig Ratheiser veröffentlichte zahlreiche Fachbücher, die Sammlern und Technikern zur Identifizierung und Anwendung von Röhren dienen:
Das große Röhren-Handbuch, ab 1937: Ein umfassendes Nachschlagewerk mit Kennwerten von rund 4000 Röhren aus Europa und den USA, inklusive Vergleichstabellen.
Funkschau-Tabelle der Wehrmachtröhren, ab 1944: Ein spezialisierter Leitfaden für Militärröhren des Zweiten Weltkriegs.
Rundfunk-Röhren – Eigenschaften und Anwendung, ab 1949: Ein detailliertes Werk (oft im Regelien's Verlag erschienen), das technische Eigenschaften und Schaltungsbeispiele beschreib.
Die Röhrenbücher, die mir mein Großvater hinterließ, waren auch ein Teil meiner Kindheit, und natürlich mußte ich mit Röhren basteln, der Detektorempfänger mit einer Zweiweg- Netzgleichrichterröhre anstelle des Kristalldetektors- einer meiner ersten Erfolge.


Reinartz, John L.

John Leonard Reinartz (1894–1964) war ein US-amerikanischer Radiopionier, Erfinder und Funkamateur (Rufzeichen K6BJ), der maßgeblich zur Entwicklung der Kurzwellentechnik beitrug. 1923 war er an der ersten zweiseitigen Transatlantik-Funkverbindung auf Kurzwelle zwischen den USA und Frankreich beteiligt.
Er hielt 28 Patente im Bereich Elektronik.
Sein bekanntester Beitrag ist der Reinartz-Tuner, eine Schaltung für Kurzwellenempfänger, die als Vorläufer moderner Empfänger gilt.
1925 fungierte er als Kommunikationschef der Byrd-Nordpol-Expedition und stellte die ersten täglichen Funkverbindungen aus der Arktis zur Außenwelt her.
Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Captain in der U.S. Navy und trug zur Weiterentwicklung der Radartechnik bei. Nach seiner Zeit bei der Navy arbeitete er unter anderem für die RCA (Radio Corporation of America) und später als Leiter der Amateurfunk-Abteilung bei Eimac. Für seine Verdienste wurde er 1958 zum Fellow des Institute of Radio Engineers (heute IEEE) ernannt.
Reinartz verstarb am 5. Oktober 1964 im Alter von 70 Jahren und ist auf dem Golden Gate National Cemetery beigesetzt.

Rhein, Eduard

Eduard Rhein (1900–1993) wwar kein Rundfunkpionier, aber Autor Technik- begeisterter Bücher, sein Buch "Du und die Elektrizität", welches mir mein Großvater hinterließ, war so spannend geschrieben, es machte mich als Kind (8 oder 9 Jahre alt) neugierig auf Elektronik und  Funktechnik, ich war sofort "infiziert", versuchte, die technischen Skizzen mit Basteleien nachzuvollziehen, was wegen der Vereinfachung erfolglos war, aber ich experimentierte weiter, bis es dann doch irgndwann funktionierte.
Ich las dann weitere Fachbücher, wurde als Bastler besser, und schließlich... Rundfunk-/ Fernsehtechniker.


Riepka, Hellmuth C

Hellmuth C. Riepka (keine Daten ermittelbar) war ein deutscher Fachautor im frühen 20. Jahrhundert, der sich insbesondere auf die aufkommende Funk- und Radiotechnik spezialisierte.  Er verfasste in den 1920er Jahren grundlegende Werke für die wachsende Gemeinschaft der Radio-Amateure.
Zu seinen bekanntesten Büchern gehören: „Die Röhre und ihre Anwendung“ (erschienen u. a. im Springer-Verlag), welches detailliert die Funktion von Elektronenröhren (Zwei- und Dreielektrodenröhren) beschreibt.
„Lehrkurs für Radio-Amateure“ (1925), ein praktischer Leitfaden für den Selbstbau und Betrieb von Funkgeräten.
Seine Arbeiten erschienen häufig in Reihen wie der „Bibliothek des Radio-Amateurs“, die dazu beitrugen, technisches Wissen über Rundfunkempfang in der breiten Bevölkerung zu verbreiten. Riepka gilt heute vor allem als technischer Wegbereiter der Rundfunkfrühzeit, dessen Fachliteratur Sammlerwert in der Technikgeschichte besitzt.

Schubert, Karl- Heinz

Keine Lebensdaten ermittelbar.
Karl-Heinz Schubert war ein bekannter Fachbuchautor in der DDR, dessen Werke zur Funktechnik und zum Radiobau als Standardliteratur für Amateure galten .

Hauptwerk: "Das große Radiobastelbuch" Sein bekanntestes Werk erschien unter dem Titel „Das große Radiobastelbuch“ (oft mit dem Untertitel Werkstattpraxis – Konstruktionstechnik – Halbleiter- und Röhrenschaltungen) im Militärverlag der DDR (früher Deutscher Militärverlag) in Berlin, von 1962 bis 1980, Vermittlung von Grundlagen der Funktechnik, Bauanleitungen für Empfänger (Röhren- und Transistortechnik) sowie Werkstattkniffe für Bastler.Neben dem Standardwerk verfasste er weitere spezialisierte Hefte und Bücher: „Praktisches Radiobasteln“.
Eine mehrteilige Reihe (z. B. Teil II: Funktechnische Bauelemente und Konstruktionstechnik), erschienen um 1960 im Verlag Sport und Technik. Er war zudem unter dem Amateurfunk-Rufzeichen Y21XE bekannt.
Er war Redakteur der Fachzeitschrift „Funkamateur“ (unter dem Rufzeichen DM2AXE) und Herausgeber des „Elektronischen Jahrbuchs“.
Auch ich war ein begeisterter Leser seiner Artikel und Bücher, und habe vieles nachgebauit, oder irgendwie verwendet.

Scott- Taggart, John

Wing Commander John Scott-Taggart (1897–1979) war ein britischer Funkingenieur, der sich in beiden Weltkriegen auszeichnete und sein technisches Fachwissen zunächst im Bereich Funk und später im Bereich Radar für die Kriegsanstrengungen einsetzte. Bekannt wurde er jedoch vor allem durch seine Arbeit in der Zwischenkriegszeit, in der er sich zu einem führenden Autor von Zeitschriftenartikeln und Büchern über Funkthemen entwickelte und insbesondere durch die vielen populären Radiogeräte, die er für den großen Markt der Selbstbauer entwarf, große Bekanntheit erlangte.

Selber, Martin

(eigentlich Merbt, Martin), Bilder von Wikipedia)
Martin Selber wuchs seit 1928 in Berlin auf und besuchte dort die Volksschule und dann die Kant-Oberschule, die er mit der Mittleren Reife 1940 verließ. Als Sohn eines Angestellten erlernte Selber zunächst den Beruf eines Buchhalters und wurde Stadtinspektor. 1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war als Nachrichtensoldat in Polen, Frankreich, an der Ostfront und als Sanitäter in Breslau. Nach dem Fall der Festung 1945 kam er in sowjetische Kriegsgefangenschaft in den Donbass. Nach der Entlassung Ende 1945 ließ er sich in Domersleben bei Magdeburg nieder und wurde zunächst Landarbeiter, dann Angestellter und schließlich Sekretär der regionalen Bauernhilfe. Außerdem wurde er Schauspielschüler und betätigte sich als Musiker. Ab 1953 lebte er als freier Schriftsteller in der DDR. Seit 1956 war er Mitglied des Schriftstellerverbandes und betreute Zirkel schreibender Arbeiter. Von 1971 bis 1988 war er im Bezirk Magdeburg Vorsitzender des Schriftstellerverbandes. Nach 1989 schrieb er humoristische Geschichten in Magdeburger Mundart und im ostfälischen Bördeplatt für die regionale Presse. Selber veröffentlichte über 50 Romane, Erzählungen und Fachbücher in einer Gesamtauflage von 3,5 Millionen Exemplaren. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, u. a. ins Finnische, Ungarische und Dänische. Bei Funkamateuren und Elektrobastlern sind seine kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Sachbücher – wie z. B. "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" – geschätzt. Martin Selber beschäftigte sich seit frühester Jugend mit der Faszination des drahtlosen Funk(en)s. So war es für ihn in den fünfziger Jahren nur folgerichtig, mit der Nachkriegsjugend diese Faszination zu teilen. Er organisierte im Klubhaus eines Nachbardorfes eine „Arbeitsgemeinschaft der Jungen Funker“. Seine Erlebnisse hieraus münden in drei Kinder-Technikbüchern. Die Technik leicht verständlich dargestellt, in kleinen Geschichten verpackt, worin sich viele der jugendlichen Leser selbst wiederfinden können.
Martin Selber machte mit seinen technischen Kinderbüchern zahllose Kinder neugierig auf Radiobasteln und Amateurfunk, auch mich.

Slaby, Adolf

Adolf Karl Heinrich Slaby (* 18. April 1849 in Berlin; † 6. April 1913 in Charlottenburg) war ein deutscher Elektroingenieur und Hochschullehrer. Slaby wurde 1886 der erste Ordinarius für Elektrotechnik an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg. Elf Jahre später beschäftigte er sich, von den Arbeiten Guglielmo Marconis auf dem Gebiet der Funktelegrafie angeregt, mit der Entwicklung von neuen Techniken zur drahtlosen Nachrichtenübermittlung, die er verbesserte und populär machte. Durch seinen persönlichen Zugang zu Kaiser Wilhelm II. bewirkte er viel für das gesellschaftliche Ansehen der Ingenieure und der Technik. Durch die persönliche Bekanntschaft mit dem Chef der britischen Telegrafenverwaltung William Henry Preece 1897 nahm Slaby an Marconi-Versuchen mit der drahtlosen Telegraphie am Bristolkanal teil. Er erkannte sofort die Bedeutung dieser Erfindung, woraufhin er die Experimente in Berlin sofort wiederholte und ausdehnte sowie die physikalischen und technischen Grundlagen näher untersuchte. Daran zeigten sich auch der Kaiser und die Militärbehörden sehr interessiert. Die drahtlosen Telegraphieversuche fanden zuerst an der Technischen Hochschule Charlottenburg und dann zwischen der Heilandskirche am Port von Sacrow und der 1,6 Kilometer entfernten Matrosenstation Kongsnæs am Neuen Garten in Potsdam statt (Assistent: Georg Graf von Arco). Am 7. Oktober 1897 gelang eine Funkverbindung von Schöneberg nach Rangsdorf, die mit 21 Kilometer bereits einen Weltrekord darstellte, und im folgenden Sommer über 60 Kilometer von Berlin nach Jüterbog. Dabei führten entscheidende Verbesserungen zum Erfolg.

Springstein, Karl August
(kein Foto vorhanden)

Keine Lebensdaten ermittelbar.
Karl August Springstein (auch Karl-August Springstein geschrieben),  war ein deutscher Ingenieur und Fachbuchautor, der insbesondere durch sein Standardwerk zur Rundfunktechnik in den 1950er Jahren bekannt wurde. Er trug den Titel eines Oberingenieurs und war ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Hochfrequenztechnik.
Sein bedeutendstes Buch trägt den Titel "Einführung in die Kurzwellen- und Ultrakurzwellen-Empfänger-Praxis". Es erschien erstmals 1952/1953 im Fachbuchverlag Leipzig und umfasste über 450 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und technischen Diagrammen. Das Werk galt lange Zeit als wichtiges Lehr- und Praxisbuch für die Rundfunk- und Empfängertechnik.
Er war zudem an der Übersetzung und Herausgabe von Fachliteratur beteiligt, wie etwa dem Werk "Električeskie javlenija v gazach i vakuume" ("Elektrische Erscheinungen in Gasen und im Vakuum") des sowjetischen Physikers Nikolaj A. Kapcov.

Sutaner, Hans

Keine Lebensdaten ermittelbar
(Umschlag des Buchs "Wie arbeite ich mit dem Elektronenstrahl- Oszillographen", ob der Mann auf dem Bild Hans Sutaner ist, ich nicht sicher)
Ein bekannter Fachautor für Radio- und Funktechnik des 20. Jahrhunderts. Hans Sutaner ist primär als Autor der Radio-Praktiker-Bücherei (RPB) bekannt, einer einflußreichen Fachbuchreihe des Franzis-Verlags. Seine Bücher, wie "Der Einkreiser", "Der Zweikreiser", "Der Superhet- Empfänger", „Das Spulenbuch“ oder „Superhet-Empfänger mit Röhren und mit Halbleitern“, gelten heute als Klassiker der historischen Funktechnik.

Treyse, Karl (kein Foto vorhanden)
Keine Lebensdaten ermittelbar.
Karl Treyse war ein deutscher Autor, der in den 1920er Jahren maßgebliche Fachliteratur für Radio-Amateure verfasste. Seine Werke sind heute Teil historischer Archive, wie dem Springer Book Archive. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören: "Wie baue ich einen einfachen Röhren-Empfänger?", e
rschienen 1925 als Band 13 der Reihe Bibliothek des Radio-Amateurs, sowie  "Schaltungsbuch für Radio-Amateure", 1925, Ein Standardwerk, das in mehreren Auflagen (z. B. 1924 bei Springer, Berlin) erschien und eine Vielzahl technischer Diagramme für den Selbstbau von Empfangsgeräten enthielt, weiterhin "Bau eines Röhrenempfängers mit Rückkopplung"- Eine technische Anleitung zur Steigerung der Reichweite von Audionempfängern.

Vilbig, Fritz

Friedrich „Fritz“ Vilbig (1903–1988) war ein renommierter deutscher Physiker und Pionier der Hochfrequenztechnik.
Er wurde am 24. April 1903 in Traunstein geboren und verstarb 1988 in München.
Vilbig war als Oberpostrat und stellvertretender Leiter der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost tätig.
In seiner späteren Karriere arbeitete er als freier Mitarbeiter für Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) in Ottobrunn.
Vilbig leistete maßgebliche Beiträge in verschiedenen technologischen Bereichen: Er entwickelte Methoden zur Sprachanalyse und -synthese für den Weitnachrichtenfunkverkehr. Seine Forschung umfasste die Entwicklung von Forschungs- und Nachrichtensatelliten sowie die Ionosphären-Forschung. Er hielt Patente für passive Frequenzvervielfacher und Satellitenkonstruktionen.
Sein Standardwerk zur Ausbildung von Ingenieuren ist bis heute historisch bedeutsam:
"Lehrbuch der Hochfrequenztechnik"- Ein mehrbändiges Standardwerk, das erstmals in den 1930er Jahren bei der Akademischen Verlagsgesellschaft erschien und zahlreiche Auflagen erlebte.
"Hochfrequenz-Messtechnik"- Ein weiteres Fachbuch zu spezialisierten Messverfahren.

Wigand, Rolf

Keine Lebensdaten. Für den Autor Rolf Wigand, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts Bücher zur Funktechnik veröffentlichte, sind die genauen Lebensdaten in den vorliegenden Quellen nicht eindeutig belegt. Die verfügbaren Informationen beziehen sich hauptsächlich auf seine Werke aus den 1930er und 1940er Jahren, die heute als antiquarische Fachliteratur gelten.
Die spezifischen Lebensdaten des Autors der historischen Funktechnik-Bücher, die im Weidmannsche Verlagsbuchhandlung erschienen, bleiben daher unklar.
Bücher:  "Drahtlose Telegraphie" , 1934, "Der Superhet. Wirkungsweise, Schaltungstechnik und Spezialfragen", 1936, "Senden und Empfang kurzer und ultrakurzer Wellen", 1938", 77 modernste Rundfunk-Schaltungen", 1940, "So arbeiten unsere Röhren", 1952, mit Vorwort von Hans Sutaner
Recherche Edi:
Möglicherweise ist Rolf Wigand 1945 bei Berlin bei einem Fluchtversuch aus einem Kriegsgefangenenlager der Allierten erschossen worden. Da es aber nach 1945 noch Veröffentlichungen unter seinem Namen gab, ist das nicht sicher.

Auf jeden Fall war Rolf Wigand ein sehr guter Fachautor, dessen Artikel und Fachbücher auch  mich beeinflußten.

 

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