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Überprüfung der Grundformeln

Die Diskrepanz entsteht, weil die CGS-Berechnung eine Formel für eine „unendlich lange Spule“ verwendet hat, welche das Streufeld dieser sehr kurzen Spulengeometrie (9 cm Durchmesser, aber nur 1,1 cm Länge) nicht berücksichtigt.


Moderne SI-basierte Rechner wenden Korrekturfaktoren wie den Nagaoka-Koeffizienten für kurze Spulen an, während einfachere, traditionelle CGS-Formeln für eine Spule mit einem geringen Längen-Durchmesser-Verhältnis falsche Werte liefern.
Für diese Geometrie bestätigt die (SI-) Wheeler-Formel einen Wert von etwa 201 µH und bestätigt damit das SI-Ergebnis gegenüber der CGS-Berechnung.

Die speziell angepaßte Wheeler- Formel, die die Einheit in cm, aber den SI- Wert in µH liefert, lautet:

Wheeler- Formel CGS

L (in cm)  =        r2 (in cm2)     .    N2                
                   25,4 . r (in cm) + 28 . l (in cm)  
  

 

Hier wird nicht der Durchmesser, sondern der Radius benötigt.
l ist die Wicklungslänge.
Im Zähler cm . cm, im Nenner cm * cm = cm, bleibt  ein cm im Zähler.

Die Rechnung ist sehr einfach, ich habe sie per Hand mit meiner Beispiel- Spule nachgerechnet:

Bild

Das kommt schon in die Größenordung, aber die Rechnung liefert noch immer einen abweichenden Wert.
Das liegt an der Spule mit großem Durchmesser und s
ehr kurzer Wicklungslänge.


Die Formel für die Ausgabe in der SI- Einheit Mikrohenry ist diese, solange die Spulenlänge größer als 0,8 des Radius ist.

Wheeler- Formel SI
für lange Spulen
 

L in µH =     d2 (in cm2)     .    N2    
             45 . d (in cm) + 100 . l (in cm)  
  
 Für l > 0,8 r     

 

Es geht genauer- Berücksichtigung der Spulengeometrie:
Dazu verwenden spätere Wheeler- Formeln eine Formel, die einen Idealwert errechnet, der dann mit dem Korrekturwert multipliziert wird.

Der Korrekturwert K
Der Korrekturwert wird mittels dem Verhältnis von Spulendurchmesser zu Spulenlänge bestimmt.
Dazu gibt es Tabellen, die Berechnung basiert auf elliptischen Integralen, und die Tabellen erlauben eine angemessene Genauigkeit.

Verhältnis =    D in cm  
                        l in cm  
      


Ausschnitt aus einer Tabelle: 

D/l  =   5 -> K = 0,25
D/L =   8 -> K = 0,265
D/l  = 10 -> K = 0,147


Mit dem Verhältnis 8,2 also K ~ 0,265.
Damit habe ich in den Beispielen händisch gerechnet.

Wheeler- Formel CGS mit Berücksichtigung der Spulengeometrie:

L (in cm) = K . 4 . Pi .    r2 (in cm2)  .  N2  
                                        l (in cm)  
      


Hier wird nicht der Durchmesser, sondern der Radius benötigt.
l ist die Wicklungslänge.

Bild

Nun aber... gibt es eine Abweichung "nach oben".

Der Korrekturwert K für kurze Spulen

Es gibt jedoch eine Berechnungsmöglichkeit für K, die besonders bei kurzen Spulen einen genaueren Wert ergibt.

K =          1                         
        1 + 0,45 . D/l


Bild

Nun wird mit der bereits mit der von der Wheeler- Formel für kurze Spulen ermittelten Ideal- Induktivität und dem bereits errechneten Verhältnis  wieder multipliziert.

Bild

Mit diesem sehr genaueren - Wert liefert die Formel nun genauestens den Wert der Vergleichs- SI- Berechnungen.

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