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Forschungsprojekt Röhrenbau


Originalröhre und "Edi- Röhre".

Röhrenbau !? Jetzt Edi auch noch ???
:-)
Ja.


Dieses Projekt entstand, weil ich mich mit frühen USA- Röhren befaßte, welche anfangs als gasgefüllte Röhren gebaut wurden.
Nur kurze Zeit später gab es Röhren gleichen Aufbaus als Vakuum- Röhren, wobei in einem Fachartikel jener Zeit angemerkt wurde, daß das Vakuum so hoch sei, wie es die Vakuumpumpen ermöglichten.

Ich konnte im Empfänger Westinghouse "RC" von 1922 eine Original- Gas- Röhre testen, sie war sowohl im Audion, wo sie sehr gut arbeitet, als auch in den NF- Stufen betriebsfähig.

Ich konnte gerade einiges Material erstehen, welches evtl. einen "echten Röhrenbau" ermöglicht, also keine in einen klassischen Glaskolben  eingebaute, moderne Röhre, sondern ein funktionstüchtiges Röhrensystem.

Das alte Prínzip der gasgefüllten Röhren kommt mir da entgegen, da ich keine Vakuumpume benötige, und das Gas beziehbar ist, es ist allerdings auch nicht billig.

Bisher

Ich baue bereits seit einiger Zeit Röhren nach, die den historischen Röhren ähnlich sind, aber sie enthalten eine modernere Miniaturröhre, die als Triode geschaltet und mit wenigen Zusatz- Bauteilen auf die Eigenschaften der historischen Vorbilder gebracht wird, so daß sie im Röhrenprüfgerät gleiche Werte wie die Originalröhre aufweisen.


Erste Versuche, Ersatz der deutschen EVE173 durch eine "Edi- Röhre".



Die gezeigte "Edi- Röhre" ist ein Ersatz für die Röhrenserie "01", Vakuum- Trioden der Amerikaner.
Da ich zur Zeit des Nachbaus noch keine amerikanischen Sockel hatte, eine "deutsche Version": Anstelle der UX-4 Fassung, USA die B4- Fassung, Deutschland. Der Stiftteller des Sockels ist geschraubt und wäre schnell austauschbar.

Innen eine modernere Röhre, eine Penthode, "triodisiert".
Die Röhre wird mittels spezieller Beschaltung "schlechter gemacht", der Anodenstrom mittels Schirmgitterwiderstand, der mit einem Kondensator überbrückt ist, stark reduziert, damit auch andere Kennwerte, so daß sie auf dem Röhrenprüfgerät als sehr gute amerikanische 01 ausgewiesen wird.
Die Kennlinien sind ggü. der Originalkurve um einen Spannungsschritt der Gitterspannung (1,5 Volt, wegen der Zink- Kohle-Gitterbatterien) versetzt, also muß ich eben die Gitterspannung um 1,5 V heruntersetzen- das funktioniert gut.

Mein Sockel ist noch länger, ich kann den Kolbenschaft im Sockel nicht kürzen,
Versuche dazu zerstörten Kolben, ich habe 3 gebrauchte Kolben gekillt, 3 neue Kolben ein Profi- Glaser - der hat das auch nicht hingekriegt.

Es geht sicher anders, aber ich habe keine Glasbläser- Ausstattung.

Nun ja- "Edi- Röhren" sind  eben einige Millimeter höher.


Die "Edi- Nachbauröhren" entsprechen technisch den Originalröhren, und können diese ersetzen, bei gleichem Sockel ist ein problemloser Austausch in Sekunden möglich.
Das sind keine Fälschungen- die Röhren werden als Nachbau ausgewiesen.

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