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2025 Forschungsprojekt - der "Cockaday Four Circuit Tuner"


Lawrence Cockaday an seinem verbesserten ("improved") Gerät, "Popular Radio", Oktober 1924

Aufgrund meiner Untersuchungen zu diesem Gerät, welches in den 20er Jahren im englischsprachigen Raum einigermaßen Furore machte, und heute als umstrittenes, meiner Meinung nach unverstandenes Gerät gilt, habe ich mich entschlossen, dieses Gerät ebenfalls als "Freien Nachbau" zu erstellen, da ich auch gerade noch passende Teile zur Hand habe, und der Nachbau eigentlich sehr einfach ist.

Ich habe Vorversuche mit dem Westinghouse "RC" durchgeführt, die bereits unerwartet gute Ergebnisse brachten, und bewiesen, wie sorgfältig man ihn entwickelt hat.
Bemerkenswert: Ich konnte mit diesem 1- KREIS- EMPFÄNGER nahezu die Empfindlichkeit, Trennschärfe, Bandbreite und Störfreiheit eines Superhets erreichen !
Mit einem Gerät von vor über 100 Jahren !

Ich möchte nun beweisen, daß der  daß der "Four Circuit Tuner" tatsächlich gut funktioniert.

Cockadays Gerät wurde in den letzten Jahrzehnten gelegentlich nachgebaut, aber es wurde nicht besonders gut bewertet.

Ich bin der Meinung: DieVeröffentlichungen wurden von heutigen Radiofreunden offensichtlich nicht verstanden, und europäische Radiofreunde haben den Text wahrscheinlich nicht korrekt übersetzen können.
Das meint: Fachlich korrekt, eine rein wörtliche Übersetzung ist meist unzureichend.
 
So muß man auch sehr genau beachten, welche Bauelemente einst verwendet wurden !
- Eine Gasdetektorröhre (in der Improved- Version) kann man nicht einfach durch
  eine beliebige Triode ersetzen.
- Ein "variabler Grid Leak" ist ein stellbarer, induktionsfreier Gitterwiderstand, 
  im Prínzip ein kleiner Schieberegler. Diese Bauteile sind in Deutschland kaum
  bekannt.
- Ebenso sind einige kontruktive Vorgaben gegeben worden- z. B. die Verwendung
  von Messingschrauben in einigen HF- führenden Konstruktionen.
  Das ist sehr wichtig !

Ich erwarte keinen "Überflieger", aber mindestens so gute Ergebnisse, wie in den Vorversuchen, vielleicht sogar... ein kleines Stück besser.

Die zahlreichen Veröffentlichungen in USA, England und Australien, Leserbriefe an Zeitschriften und Angaben über die -doch recht hohe- Anzahl gebauter Geräte lassen darauf schließen, daß es ein taugliches Konzept war.

 

Mein freier Nachbau wird vorerst eine der Varianten sein, die damals veröffentlicht wurde, und zwar eine sehr einfache 1- Röhren- Variante, diese enthält nur die Audionstufe.

Dies war damals üblich, oft wurden Radios in einzelnen Stufen angeboten oder auch gebaut, so konnte man sich ein Gerät vom Einfachst- Empfänger bis zum Spitzengerät langsam, Stück für Stück, zusammensparen und zusammenkaufen.
Die Komponenten wurden nebeneinandergestellt, und auf kürzestem Wege, mittels kurzer Metallfahnen oder Drähten miteinander verbunden.
Das ergab respektabel breite Aufbauten, solche nannte man später "Radio- D- Zug".
Für einen kompletten Empfänger bis zu Lautsprecher- Stärke müßten dann eben eine oder mehrere NF- Verstärkerstufen danebengesetzt werden.

Spitzen- Zusammenstellungen bestanden z. B. aus einem Vor- Abstimmgerät, einem Vorverstärker, einem Abstimmgerät, einem Audion mit 2 NF- Stufen und einem Lautsprecherverstärker.

Ich werde also eine 1- Röhren- Variante bauen.
Das Gerät besteht aus einem Grundbrett mit Seitenteilen und einer vorgesetzten Frontplatte.
So ein Gerät kann man bei Bedarf in ein komplett geschlossenes Holzgehäuse einschieben.

Platz wäre aber auch noch für NF- Verstärkerstufen.

Die Speisung erfolgt mit Batterien- bei der geringen Anodenspannung, die ein Audion benötigt, ist das kein Problem, und bei Verwendung originaler Röhren liegt der Anodenstrom des Audions weit unter 1 Milliampére !

Kopfhörerbetrieb ist möglich, besser ist ein Verstärker.
Ich werde vorerst für Demonstrationszwecke einen gewöhnlichen HiFi- Transistorverstärker verwenden.

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