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Eigene Untersuchungen und Messungen am historischen Audion und Mitnahme- Audion

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Für meine Untersuchungen und Messungen benutzte ich meinen "Westinghouse "RC" von 1922.

Vom Gerät benutze ich allein die Audionstufe.

Das ist problemlos durch Abschaltung der Heizspannung der zwei Niederfrequenzverstärkerröhren möglich, die Röhren können auch herausgenommen werden- dasselbe.

Es sind aufgrund des modularen Aufbaus des "RC" eine große Anzahl unterschiedlichster Konfigurationen der Schaltung realisierbar.

- Alle Spannungszuführungen werden mit Labornetzteilen realisiert, präzise,
  jederzeit ablesbar, bei Bedarf änderbar.
- Von den Herstellern werden gasgefüllte Röhren 00 oder Vakuumröhren 01
  angegeben, problemlos in Sekunden austauschbar. Ich besitze beide.
- Die Gitterkombination ist ein Steckbauelement. Es war ein Bauteil OHNE
  Gitterwiderstand eingebaut ! Dies ist tatsächlich bei frühen Audiongeräten 
  Geräten möglich und üblich. Es gab auch verstellbare Gitterwiderstände, etwa
  "Bradleyohm"- Stellwiderstände von 0,5- 10 MOhm.
- Eine fremde Gitterspannung kann problemlos an den Anschlussen zwischen
  Abstimmgerät und Audion eingespeist werden.
- Der Audion- Übertrager des "RC" ist unwirksam- an der Buchse "Det." kann
  ein Kopfhörer oder Übertrager angeschlossen werden, ich verwende einen
  Übertrager und einen Stereoanlagen- Verstärker zwecks Demonstration.

Es sind so also jede Menge Messungen eines originalen 1- Röhren- Audions möglich.

Westinghouse "RC", mein Gerät befindet sich im absoluten Originalzustand. Für die Testdarstellung habe ich die nicht benutzten Niederfrequenzverstärker- Bauteile aus der Zeichnung herausgenommen


Der Meßaufbau

Es geht in den Messungen weniger um die genauen Werte, als um Betrieb ähnlich realen Bedingungen, sicher ablesbare Werte und Unterschiede und Nachvollziehbarkeit.

Die Eigenschwingung des Audions wird mit der Feldsonde/ Verstärker auf dem Gehäusedeckel aufgefangen, und auf dem Oszillographen angezeigt.
Der reale Abstand der Fangspule zum Eingangsvariometer beträgt respektable ca. 3 cm, der Eingangsschwingkreis  wird so extrem gering belastet, er "merkt" nicht, daß er "belauscht" wird.

Tatsächlich reagiert im "RC" nichts beim Verschieben der Fangspule.
Für eine echte MESSUNG von Werten müßte allerdings eine schaltungsmäßige Verbindung hergestellt werden, sowie geeignetes Meqequipment- hochohmig, hochempfindlich, HF- Eignung- angewandt werden.
Möglich, machbar, aber wegen des hohen Aufwandes und der schlechten Nachvollziehbarkeit werde ich dies vorerst nicht durchführen.

Die Sache ist dennoch kritisch. Ein Verschieben der Feldsonde ändert nicht am "RC", aber die Form und Werte der Schwingung auf dem Schirm, also wird zum Anfang auf beste Form (Sinus) eingestellt.



"RC" und "sein" Meßpark: 2 Netzteile (hinter "RC"), 2 HF- Generatoren, Dämpfungsglieder (auf dem einen Generator), Antennenersatz (verdeckt durch das Gerät), Frequenzzähler (links oben), H- Feld- Sonde mit Verstärker (auf dem "RC") Oszillograph, 3 Digital- Meßgeräte für Strom (unterm "RC"), Spannung und ggf. Frequenz (rechts, rote Ziffern), ein hochverstärkender Transistor- NF- Verstärker für Kontrollabhören und ein weiteres höchstpräzises Digitalmeßinstrument sind außerhalb des Fotos.

Meßaufbau im Detail

Es sind nur wenige Meßstellen, da kann man es statt Schaltplan mit einer Übersicht darstellen:


- Labor- Netzteile liefern hochstabil die Betriebsspannungen.
- Zwei Digitalvoltmeter zeigen sie an.
- Zwei HF- Generatoren liefern ein Signal im Abstand eines MW- Kanals, z. B.
  1000 kHz und 1004,5 kHz, die Ausgangsspannung der Generatoren ist geeicht.
  Beide Generator- Ausgänge gehen auf feste 20dB- Dämpfungsglieder, und von
  da geht es in einen Antennenersatz ("Kunstantenne") , die eine
  Langdrahtantenne simuliert.
- Ein drittes Digitalmultimeter zeigt den Anodengleichstrom.
- Der Oszillograph zeigt die HF- Schwingung in der Nähe des
  Eingangsschwingkreises, kann aber auch die HF direkt, oder die NF-
  Ausgangsspannung für Empfindlichkeitesmessung bewerten.
- Der Zähler zeigt die Frequenz an, die bei schwingendem Audion durch die
  H- Feld- Sonde in der Nähe des Eingangsvariometers aufgefangen wird.
- Mit dem Wobbelsichtgerät kann bei Bedarf die Durchlaßkurve und die
  Verstärkung/ Dämpfung bei verschiedenen Einstellungen demonstriert werden.
- Der NF- Verstärker mit Box ist nur zur Demonstration für Videos gedacht,
  normal empfängt der "RC" mit Kopfhörer oder hochohmigen
  Trichterlautsprecher, einen solchen besitze ich leier nicht.

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